Die Bestuhlung für Tagungen wird meistens zuletzt festgelegt und wirkt sich als Erstes aus. Sie entscheidet darüber, ob die Gruppe miteinander spricht oder nach vorn schaut, wie viele Personen überhaupt in den Raum passen und wie schnell zwischen zwei Formaten gewechselt werden kann.

Welche Form die richtige ist, lässt sich am Format ablesen. Hier sind die vier gängigen Varianten mit ihren Stärken, ihren Grenzen und ihrem Platzbedarf.

Seminarraum in U-Form, eine Bestuhlung für Tagungen mit Tageslicht

Bestuhlung für Tagungen: die vier Formen im Überblick

Form Platz pro Person Passt zu Grenze
Reihe (Kino) am wenigsten Vorträge, Ansprachen, Produktpräsentationen keine Schreibfläche, kaum Austausch
Parlamentarisch mittel Schulungen mit Mitschrift, Laptoparbeit Blick nur nach vorn
U-Form viel Workshops, Diskussionen, Gruppen bis etwa 25 ab 25 Personen zu weite Wege
Bankett (runde Tische) am meisten Gruppenarbeit, Tagungen mit Essen im selben Raum ein Teil sitzt mit dem Rücken zur Bühne

Reihenbestuhlung

Die dichteste Variante. Sinnvoll, wenn zugehört und nicht mitgeschrieben wird, etwa bei Jahresversammlungen oder Vorträgen. Rechnen Sie mit einem Mittelgang und ausreichend Reihenabstand, sonst muss die halbe Reihe aufstehen, wenn jemand hinausgeht.

Der Nachteil ist bekannt: Es entsteht kein Gespräch. Für Formate, bei denen Beteiligung erwünscht ist, ist diese Form die falsche.

Parlamentarische Bestuhlung

Reihen mit Tischen. Die Standardform für Schulungen, weil geschrieben und mit Laptop gearbeitet werden kann. Planen Sie Steckdosen ein, sobald der Tag länger als drei Stunden dauert.

Sie kostet etwa doppelt so viel Fläche wie Reihenbestuhlung. Ein Raum, der 100 Personen im Kino fasst, nimmt parlamentarisch rund 50 auf.

U-Form: die beste Bestuhlung für Tagungen mit Beteiligung

Alle sehen sich, die Moderation steht in der offenen Seite, in der Mitte ist Platz für Übungen. Für Workshops, Trainings und Diskussionsrunden ist das die produktivste Form.

Die Grenze liegt bei etwa 25 Personen. Darüber wird das U so groß, dass die gegenüberliegende Seite zu weit weg ist, um noch als Gruppe zu wirken. Bei mehr Teilnehmenden ist die Bankettform meist besser als ein überdehntes U.

Bankettbestuhlung

Runde Tische mit sechs bis acht Personen. Ideal, wenn in Kleingruppen gearbeitet wird, denn jeder Tisch ist bereits eine Arbeitsgruppe. Zusätzlich praktisch, wenn im selben Raum gegessen wird, weil kein Umbau nötig ist.

Das bekannte Problem: Ein Teil der Gruppe sitzt mit dem Rücken zur Bühne. Abhilfe schafft die halbrunde Variante, bei der auf der Bühnenseite nicht besetzt wird. Das kostet Plätze, spart aber Nackenschmerzen.

Wie stark die Bestuhlung für Tagungen die Kapazität verändert

Diese Zahlen sind Richtwerte und hängen von Säulen, Türen und Fluchtwegen ab. Als Größenordnung gilt: Wenn Reihenbestuhlung 100 Plätze ergibt, sind es parlamentarisch etwa 50, im Bankett etwa 45 und in U-Form etwa 25.

Fragen Sie eine Location deshalb nie nach der maximalen Personenzahl, sondern immer nach der Kapazität in Ihrer Bestuhlungsform. Die Differenz zwischen beiden Zahlen ist der häufigste Grund für Fehlplanungen.

Wechsel während der Veranstaltung

Ein Wechsel von parlamentarisch auf Bankett dauert je nach Raum und Personal 20 bis 40 Minuten. Das ist machbar, wenn es in der Mittagspause geschieht und vorher abgesprochen ist. Es ist nicht machbar in einer Kaffeepause von 15 Minuten.

Wenn Sie über den Tag wechseln wollen, klären Sie vorher: Wer stellt um, wie lange dauert es, und wohin kommen die Tische, die nicht gebraucht werden? Achten Sie bei jeder Anordnung darauf, dass Flucht- und Rettungswege frei bleiben. Die maßgeblichen Regeln dazu veröffentlicht die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Die Fragen an die Location

  • Wie viele Personen fasst der Raum in unserer Bestuhlungsform?
  • Ist ein Wechsel während der Veranstaltung möglich, und wie lange dauert er?
  • Gibt es Steckdosen an den Plätzen?
  • Wo stehen Leinwand und Flipchart im Verhältnis zur Bestuhlung?
  • Bleiben Fluchtwege bei unserer Anordnung frei?

Der Raum als Ausgangspunkt

Im Festsaal Vernissage in Quakenbrück stehen drei Säle zur Verfügung, vom kleinen Saal für bis zu 40 Personen bis zum großen Saal mit insgesamt bis zu 350 Sitzplätzen, vollklimatisiert und mit Verpflegung aus dem eigenen Haus.

Sagen Sie uns, wie Ihr Tag ablaufen soll und welche Bestuhlung für Tagungen bei Ihnen infrage kommt. Wir prüfen, welcher Saal dafür passt und ob ein Wechsel im Tagesverlauf sinnvoll ist. Passend dazu: unsere Checkliste zum Seminarraum mieten und der Beitrag zur Tagungstechnik.

Tagungsunterlagen anfordern oder unter 05431 908730 einen Termin vereinbaren.

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