Die Musik entscheidet mehr über den Abend als das Essen. Ein gutes Buffet rettet keine leere Tanzfläche, eine volle Tanzfläche verzeiht ein mittelmäßiges Dessert. Die Frage DJ oder Live-Musik ist deshalb keine Geschmacksfrage am Rande, sondern eine der ersten, die ihr klären solltet.
Beides funktioniert. Sie funktionieren nur unterschiedlich, und das lässt sich ziemlich nüchtern vergleichen.

DJ oder Live-Musik im direkten Vergleich
| DJ | Band | |
|---|---|---|
| Musikauswahl | praktisch unbegrenzt, jedes Jahrzehnt | auf das Repertoire begrenzt |
| Reaktion auf die Stimmung | sofort, Lied für Lied | innerhalb des Sets |
| Platzbedarf | gering, etwa 3 Quadratmeter | je nach Größe 12 bis 20 Quadratmeter |
| Pausen | keine | meist alle 45 bis 60 Minuten |
| Lautstärke | regelbar | nach unten begrenzt |
| Kosten | niedriger | höher, mit jedem Musiker mehr |
| Erlebnis | vertraut | besonders, nicht wiederholbar |
Was für den DJ spricht
Ein DJ kann auf jede Situation antworten. Wenn der Opa um 21 Uhr noch tanzen soll und um Mitternacht die Freunde des Bräutigams übernehmen, deckt eine Person beide Welten ab. Es gibt keine Pausen, in denen die Tanzfläche leerläuft, und die Lautstärke lässt sich für die Tischrunden am Rand herunterregeln.
Dazu kommt der praktische Teil: wenig Platz, wenig Technik, meist auch Mikrofon und Beleuchtung aus einer Hand.
Was für die Band spricht
Live gespielte Musik hat eine Wirkung, die keine Anlage erzeugt. Gäste schauen hin, auch wenn sie nicht tanzen. Für Empfang, Dinner und die erste Stunde nach dem Essen ist das ein eigener Programmpunkt, nicht nur Hintergrund.
Der Preis dafür sind Pausen, Platz und Budget. Eine vierköpfige Band braucht Fläche, die anschließend auf der Tanzfläche fehlt.
Die Kombination, die am häufigsten funktioniert
Viele Paare entscheiden sich nicht, sondern teilen den Abend: Live-Musik zum Empfang und während des Essens, DJ ab dem Eröffnungstanz. Das kostet mehr als eine Variante allein, aber weniger als eine Band für den ganzen Abend, und es spielt die Stärken beider aus.
Wenn ihr das vorhabt, klärt früh, wer welche Technik stellt und wie der Wechsel abläuft. Zwei Anbieter, die sich am Abend zum ersten Mal sehen, kosten euch zwanzig Minuten Umbau an der ungünstigsten Stelle.
DJ oder Live-Musik: woran ihr einen guten Anbieter erkennt
- Er fragt nach eurer Gästestruktur, nicht nur nach dem Termin.
- Er will wissen, welche Lieder auf keinen Fall laufen sollen.
- Er fragt nach dem Raum und nach der Uhrzeit, zu der Schluss ist.
- Er hat Aufnahmen oder Termine, bei denen man zuhören kann.
Eine Do-not-play-Liste ist dabei wichtiger als eine Wunschliste. Zwanzig Lieder, die ihr liebt, machen noch keinen Abend. Fünf Lieder, die ihr nicht hören wollt, verhindern dagegen zuverlässig schlechte Laune.
GEMA: der Punkt, der gern vergessen wird
Bei öffentlichen Veranstaltungen wird für die Musiknutzung eine Vergütung fällig. Bei privaten Feiern im geschlossenen Kreis ist die Lage anders. Wer unsicher ist, klärt vorher, wer die Anmeldung übernimmt, der Anbieter oder ihr. Die Regeln und Tarife stehen bei der GEMA.
DJ oder Live-Musik? Der Raum entscheidet mit
Ob DJ oder Live-Musik besser passt, hängt auch vom Saal ab. Ein Raum mit hoher Decke und harten Flächen trägt Live-Instrumente schön, lässt eine laute Anlage aber schnell dröhnen. Ein gedämpfter Raum verzeiht beides.
Im Festsaal Vernissage in Quakenbrück stehen drei Säle zur Verfügung, vom kleinen Saal für bis zu 40 Personen bis zum großen Saal mit insgesamt bis zu 350 Sitzplätzen. Bringt euren Musikanbieter zur Besichtigung mit oder gebt uns seine Technikliste, dann klären wir Stellfläche, Strom und Lautstärke vorher statt am Abend.
Besichtigungstermin vereinbaren und die Bühnenfläche gleich mit einplanen.